Knochenlehre

Es können sich Veränderungen im Knochen abspielen, die allmählich dessen Stabilität gefährden. Denn das Skelett ist keineswegs ein lebloses „Kalkgerüst“, das nur zur Befestigung der Bänder, Muskeln und Sehnen dient. Im Knochengewebe läuft eine Vielzahl komplizierter Stoffwechselvorgänge ab, ständig wird neuer Knochen auf- und alter Knochen abgebaut.
Bei Störungen dieses fein austarierten Gleichgewichts können
verschiedene Krankheiten auftreten, die entweder das gesamte
Skelett oder lokal einzelne Knochen schädigen.

Die bekannteste und mit weitem Abstand häufigste Erkrankung, die das Knochengerüst betrifft, ist die Osteoporose.

Wie wird man Osteologe?
„Osteologe“ dürfen sich diejenigen Ärzte aufs Praxisschild schreiben, die eine spezielle Weiterbildung über Knochenkrankheiten absolviert und ihre Kenntnisse durch Prüfungen nachgewiesen haben. „Osteologe DVO“ steht dann unter der Bezeichnung „Facharzt für Orthopädie“ und zeigt jedem Patienten, dass er es hier mit einem Orthopäden zu tun hat, der sich besonders intensiv um Knochenerkrankungen kümmert. Die Abkürzung „DVO“ steht für den „Dachverband Osteologie“. Der DVO ist der Zusammenschluss aller wissenschaftlichen Gruppierungen, die sich mit Knochenkrankheiten beschäftigen, und hat die Ausbildung der Osteologen übernommen.

Was tut ein Osteologe?
Der Osteologe verfügt über das gesamte Rüstzeug, um eine Knochenkrankheit erkennen und von anderen unterscheiden zu können. Neben Anamnese und körperlicher Untersuchung führt er Blutabnahmen durch, fertigt Röntgenaufnahmen und Knochendichtemessungen an und stellt aufgrund dieser Befunde eine Diagnose. Anschließend wird gemeinsam mit dem Patienten die Behandlung geplant. Leidet der Patient beispielsweise an Osteoporose, so besteht die Behandlung aus mehreren Bausteinen: Zum Einen wird ein passendes Medikament verordnet, das den weiteren Knochenabbau bremst oder neue Knochensubstanz aufbaut, eventuell auch schmerzlindernde Mittel. Hinzu kommen Anleitungen zu knochenbewusster Ernährung und gesundheitsorientiertem Lebensstil.